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Analkarzinom.
Die Beschwerden sind sehr unspezifisch und reichen von Juckreiz, Knotenbildung und Blutung bis zur völligen Beschwerdefreiheit als Zufallsbefund. Letztendlich handelt es sich um eine spezielle Form des Hautkrebses und muss von der Krebserkrankung des Enddarmes unterschieden werden. Das Analkarzinom ist mit einer Häufigkeit von 1% der Krebserkrankungen im Magen-Darm-Bereich eher selten, tritt aber in den letzten Jahren zunehmend häufiger auf. Risikopatienten sind immunsupprimierte Patienten (nach Transplantation, HIV ect) und Patienten, bei denen eine Infektion mit bestimmten sogenannten Humanen Papilloma Viren bekannt ist. Bei diesen Grunderkrankungen ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung diesbezüglich unbedingt anzuraten.
Die Aufgabe des Proktologen ist zunächst das Erkennen dieser bösartigen Erkrankung, Sicherung der Diagnose durch eine kleine Probeentnahme und das Planen der weiter erforderlichen Abklärung. Eine chirurgische Entfernung ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, da sonst die Gefahr der Schädigung der Schließmuskulatur besteht. Nach Abschluss der Diagnostik erfolgt in aller Regel die gut standardisierte Behandlung in Kombination einer Bestrahlungsbehandlung und Chemotherapie. Die Erfolgsaussichten der Behandlung sind abhängig vom Erkrankungsstadium recht gut.